Maschinenplisseemuster
Plisseemaschinen sind unterschiedlich flexibel.
Einfache mechanische Maschinen können oft nur gerade Liege- und Tollfalten herstellen.
Stehfaltenmaschinen sind meist nur auf eine bestimmte Faltenhöhe einstellbar, ebenso, wie das sogenannte Kristallplissee, welches sich von den Stehfalten dadurch unterscheiden, dass der Faltenbruch rundlicher ist(ähnlich dem inneren einer Wellpappe).
Auch Raffelplisseemaschinen haben keine zahlreichen Mustermöglichkeiten .
Die Anzahl der Möglichen Muster bei computergesteuerten Plisseemaschinen sind schier unbegrenzt. Alles ist kombinierbar: Faltengröße x Faltentiefe x Anzahl der Falten im Wechsel mit anderen Faltengrößen x Vorwärtsfalten oder Rückwärtsfalten x Falten ohne Verzug oder Falten mit sogenannten Seitenverzug x Verwendung von Spezialmustermesserwerkzeugen.
Die Anzahl der möglichen Muster ist insbesondere seit den computergesteuerten Maschinen annähernd unendlich geworden.
Trotzdem hatten sich Plissierer schon immer bemüht neue Muster zu kreieren, ob durch die Entwicklung neuer Schablonen im Handplissee, durch das Schreiben neuer Programme, durch Sondermaschinenbau, oder durch „einfache Kunstgriffe“, wie beim Modell Fantasieplissee.
Zur Herstellung von Fantasieplissee wurde der zu bearbeitende Stoff zunächst auf eine herkömmlichen mechanischen Maschine mit einen einfachen Faltenmuster plissiert; dann wurde dieser bereits in Falten gelegte Stoff erneut, ein zweites Mal mit einer herkömmlichen mechanischen Maschine plissiert und dabei bei einlegen des Stoffes beabsichtigt mehr, oder weniger wieder aufgezogen und dabei gewollt etwas schräg eingeführt. Das Muster wurde somit letztlich zum sehr beliebten Zufallsprodukt.
Bild eines Raffelplisserocks mit mehreren plissierten Volants.
Dieses Plisseemodell gehörte zur Diplomarbeit „Die Entwicklung des Plissee´s im 20. Jahrhundert“ angefertigt von der Modedesignerin Birgit Lassner im Jahr 1989.
