Das Grundprinzip des Plissierens beruht seit jeher auf einer Fixierung der Falten mittels Druck, Temperatur und Wasserdampf.
Bei rein thermoplastisch hergestellten Materialien, wie Polyester, könnte theoretisch auf den Einsatz von Wasserdampf verzichtet werden, da diese Materialien auch rein thermoplastisch verformt werden könnten. In der Praxis sollten aber auch diese Materialien unter Einsatz von Dampf fixiert werden, da somit zum Teil die gegenteilige Wirkung von Ausrüstungen, wir „Knitterfrei“, oder „Bügelleicht“ umgangen oder vermindert werden können. Ferner erhalten diese Synthetikfasern oftmals auch einen angenehmeren, weicheren Griff durch den Einsatz von Dampf, zumal bei einer Dampffixierung auch im Vorfeld auf den Maschinen keine extremen Temperaturen gefahren werden müssen, die zum „verhärten“ der Ware führen könnten.
So weit bekannt ist wurden im alten Ägypten bereits vor über 2000 Jahren Stoffe befeuchtet und manuell auf einer glatten Steinplatte in Falten gelegt. Auf diese Faltenpartien wurde dann eine zweite, dunkle Steinplatte gelegt, welche sich allein durch die Sonneneinstrahlung erhitzte und die benötigte Fixiertemperatur erzeugte.
Der benötigte Druck für das Plissieren entsteht beim Handplissee durch das Aufrollen, oder zusammenbinden der Plisseeschablone. Beim Maschinenplissee wird die Ware ebenfalls aufgerollt. Bei anderen Plisseevarianten wird die Ware in irgend einer Form Druck ausgesetzt und sei es, dass eine fertige Bluse einfach zusammengeknotet wird.
Plisseemaschinen arbeiten zwar beheizt, dies ist jedoch deshalb schon erforderlich, weil die Ware im Verbund mit dem Plisseemaschinen-Papier regelmäßig nicht genügend Eigenstabilität aufweist, um sich in der angestrebten Faltenform aufrollen zu lassen.
Die Fixierung mittels Temperatur und Wasserdampf wurde bis Anfang der dreißiger Jahre in äußerst einfachen Verfahren erzeugt. So wurde zum Beispiel auf einem Herd ein Topf mit Wasser zum Kochen gebracht, bei dem anstelle eines Topfdeckels ein Gestell mit einem Ofenrohr aufgestellt war, im welchem eine Plisseeschablone dem entstehenden Dampf ausgesetzt wurde. Mit Aufkommen der modernen Massenkonfektion waren solche Methoden natürlich nicht mehr durchführbar


Dies ist das Modell des ersten bei der Firma Lassner zum Einsatz gekommenen Plissee-Dämpfschrankes.
Es handelte sich (auch im großen, hergestellten Dämpfschrank) um eine „Holzkiste“ welche mit Kupferblech ausgeschlagen war.
Anfänglich wurde das Wasser in der Bodenwanne mit Gas zum Kochen gebracht. Etwas später wurde auf elektriche Wassererwärmung mittels Tauchsiederheizungen umgestellt.
